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GEMA

GEMA steht für „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ und ist ein staatlich anerkannter Treuhänder, der die Rechte von seinen Mitgliedern, in Bezug auf das geistige Eigentum von Musikschaffenden, schützt und sich dafür einsetzt, dass ihre Mitglieder für die Nutzung ihrer Werke angemessen entlohnt werden. Aus diesem Grund gibt die GEMA für die Nutzung dieser Inhalte verschiedene Tarife vor.

Neue Regelungen seit 01.01.2016: Die Aufnahmegebühr für Urheber liegt nun bei 90 € und für Musikverleger bei 180 €.
Der jährlichen Mitgliedsbeiträge steigen für Urheber um 96% auf 50 € und für Musikverleger auf 100 € (291%).
Außerdem wurde ein neuer Dienstleistungskatalog eingeführt, der sich besser an den individuellen Bedürfnissen der GEMA-Mitglieder anpassen soll. In diesem Zusammenhang werden auch die Gebühren für kostenpflichtige GEMA-Services angepasst.
Möchte ein Mitglied ein weiteres Pseudonym registrieren lassen, fallen Gebühren von 40 € pro Registrierung ab der zweiten Bezeichnung an.

Allgemeine Informationen:

  • Die Vergütungssätze gelten für Musikaufführungen bzw. Musik-Wiedergabe mit einer Gesamthöchstdauer von bis zu
    acht Stunden.
    Bei Veranstaltungen von mehr als acht Stunden, erhöht sich der Vergütungssatz um 25% je weitere 2 Stunden.
    Sollte die Veranstaltung insgesamt länger als 24 Stunden andauern, wird jeder Kalendertag als eigene Veranstaltung abgerechnet.
  • Veranstaltungspausen, die länger als 15 Minuten andauern, werden bei der Berechnung der Veranstaltungsdauer abgezogen.
  • Für Bürger-, Dorf- und Straßenfeste, die im Freien stattfinden, werden generell keine Zeitzuschläge berechnet. Sie werden immer mit 8 Stunden angesetzt.

Wie wird die neue Gebühr berechnet?

Für die Berechnung der Vergütungssätze wird nur der Eintrittspreis und die Größe des Veranstaltungsraumes (der reine Veranstaltungsbereich ohne Neben- oder Wirtschaftsräume) in Betracht gezogen. Die tatsächliche Anzahl der Gäste ist für die Berechnung nicht relevant.

Sofern es unterschiedliche Eintrittsgelder gibt, gilt die Bemessungsgrundlage für das höchste Eintrittsgeld.

Bei einem maximalen Eintrittspreis von 0 bis 2,- € fällt immer nur die sogenannte Mindestvergütung an. Diese richtet sich allein an die Größe des Veranstaltungsraumes und legt einen Tarif von 23,05 € je 100 m2 fest.

Beträgt der Eintrittspreis mehr als 2,- €, gilt je weiterem 1€ Eintrittspreis 6,67€ pro 100 m².Beträgt der

Beispiel:

  • Sie haben eine Veranstaltungsfläche von 500 m2 und verlangen einen Eintritt von 5,- €.
GEMA-Gebühren Ratgeber
  • Sie haben eine Veranstaltungsfläche von 801 m2 und verlangen einen Eintritt von 6,01 €.
GEMA-Gebühren Ratgeber

Sonderfälle:

  • Sondernachlässe von bis zu 50 % gibt es für bestimmte Veranstaltungen wie z.B. bei Veranstaltungen, die religiösen, kulturellen oder sozialen Belangen dienen und nachweislich keine wirtschaftlichen Ziele verfolgen. Benefizveranstaltungen und Veranstaltungen von Amateurtheatern fallen in diese Kategorie.
  • Zusätzlich wird zur Markteinführung der neuen Tarife (vom 01.01.2016 – 31.12.2018) für Veranstaltungen mit einem Eintrittsgeld ab 10,01 € ein Nachlass gewährt. Zur Beantragung wird empfohlen, sich direkt mit der GEMA in Verbindung zu setzen.

Hinweis

Sie führen mindestens 16 Veranstaltungen im Jahr durch?

Dann bietet sich ein Jahrespauschalvertrag an. Ab der 11. Veranstaltung gibt es 10% Nachlass, gerechnet ab der 1. Veranstaltung bei jährlicher Vorauszahlung. Ab der 31. Veranstaltung sogar 14,5% Nachlass, bei jährlicher Vorauszahlung ab der 1. Veranstaltung gerechnet.

Tipp!

Wurde Ihr Event schlecht besucht oder waren Ihre Einnahmen zu gering?

Dann stellen Sie unverzüglich nach Abschluss der Veranstaltung einen Härtefallantrag bei der zuständigen Bezirksdirektion der GEMA. Es werden 2 Härtefälle unterschieden:

1. Wenn die Personenkapazität des Veranstaltungsraumes geringer ist als die diesbezügliche Berechnungsgrundlage von 150 Gästen. Auf einen entsprechenden Antrag wird die tatsächliche Kapazität zu Grunde gelegt.

2. Wenn die Bruttoeinnahmen aus der Veranstaltung im groben Missverhältnis zur Höhe der Pauschalvergütungssätze stehen.

Auf Antrag und mit den entsprechenden Nachweisen wird der Umsatz aus den Eintrittsgeldern errechnet. Maximal 10 % dieses Umsatzes werden nun nach den neuen Tarifen als Vergütung angerechnet. Die Vergütung beträgt jedoch in jedem Fall mindestens den Mindestvergütungssatz (23,05 € je 100 m2).

Wer kann sparen und wer zahlt drauf?

Wie in der Tabelle ersichtlich, senken sich die Kosten, in den Bereichen zwischen 2,- bis 7,- € Eintritt für den Veranstalter um bis zu 57 % am Tag, im Vergleich zu 2012. In den meisten Fällen steigt die Vergütung bei einem Eintritt von 0 bis 2,- € um bis zu 25 % am Tag an.

GEMA-Gebühren Ratgeber

Zusammenfassend lässt sich sagen, das die Tarife vereinfacht wurden und besser nachvollziehbar sind. Die Vergütungssätze werden gerechter je nach Größe der Veranstaltung verteilt. Veranstalter können durch die Höhe der Eintrittsgelder Einfluss auf den Vergütungssatz nehmen.

Laden Sie jetzt auch unsere kostenlose Infografik zu dem Thema GEMA-Gebühren herunter und verschaffen Sie sich einen Überblick über die Gebühren, die Ihren Betrieb betreffen.